Veranstaltungen in der Steiermark
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OKTOBER
Narcissus und die Folgen des Bösen - Vortragsimpuls, Podiumsgespräch & Diskussion
Bildungsforum bei den Minoriten & Campus Augustinum der Katholischen Kirche Steiermark
20.10.2026, 18 bis 20 Uhr
Inhalte:
Ausgehend von einschlägigen Bildern und Skulpturen der Ausstellung „Das Rote Kreuz – Kunst, die schreit!“ des steirischen Künstlers OTTO WANKER, die aktuell am Campus Augustinum in Graz zu sehen ist, werden konkrete Gründe und Erscheinungsformen des Bösen in Gesellschaft und Öffentlichkeit sowie deren Folgen benannt – inklusive der Frage der Prävention und des Schutzes bzw. einer möglichen Heilung betroffener Personen bzw. Gemeinwesen. Optischer Ausgangspunkt zu dieser Thematik ist Wankers dreiteilige Kreuzinstallation namens „Golgatha“, mit den Stufen „Hohn“ – „Qual“ – „Tod“, worin der Künstler die typische Abfolge bösartigen narzisstischen Handelns sieht – mit Bezug zu Kreuzwegdarstellungen. Dazu kommen die „Furien“, bunte und skurrile Naturholzskulpturen, als Ausdruck menschlicher Besessenheit durch Gier, Missgunst, Wut und Hass. Für Otto Wanker ist der Missbrauch von Macht durch narzisstisches Handeln die Grundlage für die Entstehung des Bösen, der er auf den Grund zu gehen versucht. Insbesondere beschäftigt er sich mit Formen krankhaften Narzissmuss‘ in Politik und Gesellschaft und ihren kriegerischen Auswirkungen: „Aus Geschlagenen werden Schläger!“ Mit dem Künstler am Podium diskutieren ein Philosoph, ein Pädagoge und Theologe, eine Erwachsenenbildnerin, ein Sozialpädagoge sowie ein Betroffener und Sprecher von Opfern durch Gewalt.
Referent:innen:
Otto Wanker, Kathrin Karloff, Herbert Kohlmaier, Walter Prügger, Hannes Weinelt, Jörg Rothenspieler u.a.
Termin: 20.10.2026, 18 bis 20 Uhr
Ort: in Präsenz: Kapelle am Campus Augustinum, 1. Stock, Lange Gasse 2, 8020 Graz
Kosten: kostenfrei
NOVEMBER
Ethik und Künstliche Intelligenz – Verantwortung, Wandel und Zukunft
Katholisches Bildungswerk Steiermark & Bildungsforum bei den Minoriten
6.11.2026, 16 bis 18 Uhr
Inhalte:
Dieser Kurs bietet einen Einblick in die ethischen und gesellschaftlichen Herausforderungen und Chancen, die durch den zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) entstehen. Im Mittelpunkt steht die Sensibilisierung von Konsument:innen für KI-generierte Inhalte – Bilder, Texte, Audio, Musik und Video – sowie die Reflexion darüber, wie diese Technologien unsere Lebenswelt und unsere gesellschaftlichen Strukturen verändern. Ergänzt wird der Kurs durch einen kritischen Blick auf Ressourcenverbrauch, politische Rahmenbedingungen und Zukunftsperspektiven im Umgang mit KI.
Referentin:
Katrin Leinfellner
Ort: in Präsenz: KBW-Seminarraum, Kreuzgasse 34, 8010 Graz
Termin: 6.11.2026, 16 bis 18 Uhr
Kosten: 70 Euro, ermäßigter Preis für ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter:innen 50 Euro
Einsamkeit & extremistische Radikalisierung bei Jugendlichen – Was wir dagegen tun können! Ein Webinar mit dem Terrorismusforscher Florian Hartleb
Bildungsforum bei den Minoriten
11.11.2026, 17 bis 18.30 Uhr
Inhalte:
Warum radikalisieren sich junge Menschen? Und woran lässt sich erkennen, wenn aus Einsamkeit, Frustration und Orientierungslosigkeit eine gefährliche Hinwendung zu extremistischen Ideologien wird? Der renommierte Politikwissenschaftler und Terrorismusforscher FLORIAN HARTLEB beschäftigt sich seit Jahren mit diesen Fragen. Sein Begriff des „Teenagerterrorismus“ beschreibt eine Entwicklung, bei der persönliche Kränkungen, Einsamkeit, digitale Täterverehrung und politische Feindbilder ineinandergreifen können. Radikalisierung beginnt dabei häufig nicht mit einer gefestigten Ideologie. Sie kann vielmehr dort entstehen, wo junge Menschen das Gefühl entwickeln, nicht dazuzugehören, nicht gesehen zu werden oder keinen Platz in der Gesellschaft zu haben. Prävention muss deshalb früh ansetzen: bei sozialer Bindung, Anerkennung, politischer Bildung und echter Teilhabe. Im Webinar zeigt FLORIAN HARTLEB, welche Faktoren Radikalisierungsprozesse begünstigen, welche Rolle soziale Medien dabei spielen und wie extremistische Inhalte und Feindbilder junge Menschen erreichen können. Vor allem geht es um die Frage, wie Radikalisierung frühzeitig erkannt und ihr wirksam entgegengewirkt werden kann. Denn Prävention beginnt nicht erst bei Verboten und Strafverfolgung. Sie beginnt dort, wo junge Menschen Gehör finden, Verantwortung übernehmen, ihre eigene Stimme entwickeln und erleben, dass sie etwas bewirken können.
Einsamkeit ernst nehmen. Radikalisierung erkennen. Teilhabe stärken.
Referentin:
Dr. Florian Hartleb ist assoziierter Professor für internationale Beziehungen an der Modul- Universität in Wien. Er lehrt u.a. auch an der Katholischen Universität Eichstätt und der Donau-Universität Krems. Darüber hinaus war er unter anderem der offizielle Gutachter der Stadt München zur Aufarbeitung des Attentats am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) vom 22. Juli 2016. Hartleb zählt zu den profiliertesten Terrorismusforschern im deutschsprachigen Raum. Zuletzt hat er die Bücher „Teenager-Terroristen“ (2025, Hoffmann und Campe) sowie „Terrorismus. Studien zu einem komplexen Phänomen“ (2026, Verlag für Polizeiwissenschaft) veröffentlicht.
Termin: 11.11.2026, 17 bis 18.30 Uhr
Ort: Online via Zoom
Kosten: 23 Euro
MARIA HOFSTÄTTER liest Marie Jahoda – eine eindrucksvolle Verbindung von Lesung, Gespräch und Musik
Bildungsforum bei den Minoriten
28.11.2026, 19 bis 20.30 Uhr
Inhalte:
Die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin Maria Hofstätter leiht der außergewöhnlichen Sozialpsychologin Marie Jahoda ihre Stimme und macht deren bewegende Lebensgeschichte in einer eindrucksvollen Verbindung aus Lesung, Gespräch und Musik erlebbar. 2024 erschienen unter dem Titel Rekonstruktionen meines Lebens die autobiografischen Erinnerungen der in Wien geborenen Sozialpsychologin Marie Jahoda (1907–2001). In diesem beeindruckenden Werk erzählt sie von ihrer jüdischen Herkunft, der engen Beziehung zu ihrer Tochter Lotte sowie von ihrem mutigen Widerstand gegen das Dollfuß-Schuschnigg-Regime. Sie berichtet von ihrer Verhaftung, der erzwungenen Emigration nach England im Jahr 1937 und ihrem weiteren Weg als international anerkannte Sozialforscherin in England und den USA. Jahodas Erinnerungen zeigen eindrucksvoll, wie sie mit ihrem Denken und Handeln die gesellschaftlichen Grenzen ihrer Zeit überschritt und neue Maßstäbe für Wissenschaft, Demokratie und gesellschaftliches Engagement setzte. Auch Auszüge aus Briefen aus den Jahren 1939 bis 1948 sowie ein persönlicher Essay von Jahodas Tochter werden von Maria Hofstätter gelesen und eröffnen berührende Einblicke in Marie Jahodas Leben und Wirken. Der Abend verbindet Lesung, Gespräch und Musik zu einer eindrucksvollen Annäherung an das Leben einer außergewöhnlichen Frau. Der Soziologe Christian Fleck führt in die Biografie Marie Jahodas ein, während der Mitherausgeber Meinrad Ziegler die gelesenen Texte in ihren biografischen und historischen Kontext einordnet. Musikalisch begleitet wird die Lesung durch Inga Lynch mit Gesang und Gitarre. Freuen Sie sich auf einen stimmungsvollen Abend, der in vergangene Zeiten entführt und zugleich vielfältige Bezüge zu unserem Leben im Hier und Jetzt herstellt.
Referent:innen:
Maria Hofstätter, Christian Fleck, Inga Lynch und Meinrad Ziegler
Termin: 28.11.2026, 19 bis 20.30 Uhr
Ort: in Präsenz: Minoritensaal, Minoritenzentrum Graz, Mariahilferplatz 3, 8020 Graz
Kosten: 34 Euro