Samstag 20. Oktober 2018

Strategic Partnership: Educational work with refugees - comparison of methods in Germany, Austria and Sweden

Laufzeit: 1.10.2016 bis 30.9.2017

Gruppenfoto

© Katholisches Bildungswerk München: Gruppenfoto während des Projekttreffens

 

Vom 14. bis 16. Dezember fand in München das 1. Projekttreffen des Projektes „Educational work with refugees – comparison of methods in Germany, Austria and Sweden” statt. Insgesamt 14 Teilnehmende aus unterschiedlichen Einrichtungen der Erwachsenenbildung in den drei beteiligten Ländern waren der Einladung des Münchner Bildungswerks gefolgt.

 

Das einjährige Projekt (Laufzeit vom 01.10.2016 bis 30.09.2017) wird koordiniert von der Katholischen Erwachsenenbildung Deutschland e.V. (KEB Deutschland) und finanziert durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union.

Österreich ist vertreten durch das Forum Katholischer Erwachsenenbildung in Österreich und folgende seiner Mitgliedseinrichtungen:

  • Katholisches Bildungswerk Eisenstadt
  • Bildungszentrum Haus St. Stephan
  • Katholisches Bildungswerk Vorarlberg

Gespannt warteten alle Teilnehmenden des Austauschprojektes zur pädagogischen Arbeit mit Geflüchteten vor allem auf die persönliche Begegnung, aber schnell war klar, dass das Miteinander in dieser Konstellation sehr gut funktionieren würde.

Das erste Projekttreffen stand unter dem Motto des Sich-gegenseitig-Kennenlernens und so präsentierten die einzelnen Projektpartner sich und ihre Einrichtungen, die von national agierenden Dachverbänden bis zum lokalen Anbieter reichen.  Der Schwerpunkt lag bei diesem ersten Projekttreffen auf Deutschland, so dass nun auch die schwedischen und österreichischen Partner von Begriffen wie Förderalismus, BAMF und Integrationskursen eine erste Ahnung haben. Außerdem präsentierte die KEB Rheinland-Pfalz ihr Weiterbildungsangebot für Lehrende in Integrationskursen sowie die Fortbildung „BBQ“, die sich auf Landesebene an (angehende) Sprachlehrkräfte wendet. Als Veranstalter stellten die Projektmitarbeiterinnen des Münchner Bildungswerks, Sofie Engl und Alena Novosadova, ihre Arbeitsbereiche „Freiwilliges Engagement“ und „Integration und Migration“ vor.

Neben dieser Vorstellungen blieb aber während des gesamten Treffens immer auch viel Zeit zum allseits gewünschten Austausch. Ein besonderer emotionaler Höhepunkt war für alle der Besuch der 80jährigen Ingeborg, die sich seit über 35 Jahren als Freiwillige engagiert und nun selbstverständlich auch Geflüchtete betreut. Ihr Apell, miteinander und nicht übereinander zu sprechen, fand viel Beifall. Weitere Höhepunkte waren ein „Schnellkurs Tschechisch“, in dem die Partner zu Lernenden wurden und  die „Stadtführung in leichter Sprache“, während der wir wichtige Aspekte des Münchner Stadtlebens als Neuangekommene entdecken konnten.

 

Inhaltlich werden die Projektpartner sich mit der Frage beschäftigen, welche unterschiedlichen Konzepte in der pädagogischen Arbeit mit Geflüchteten in den beteiligten Ländern besonders erfolgreich sind und ob es Möglichkeiten gibt, diese in die eigene Arbeit zu integrieren. Erste Überlegungen, z.B. die Stadtführung in leichter Sprache modifiziert in das Angebot des schwedischen Studienverbundes Bilda aufzunehmen, lassen sich hoffentlich bald realisieren.

Auf der Projektwebseite unter www.edref.eu  kann man sich über den Projektfortschritt informieren.


Gruppenfoto

© Katholisches Bildungswerk München: Gruppenfoto während des Projekttreffens

 

Erfolgreicher Austausch geht weiter:

2. EU-Projekttreffen zur pädagogischen Arbeit mit Geflüchteten (EDREF)

„How does a studycircle work? oder „Do we still need courses for volunteers about stress and trauma?“ Mit solchen und anderen Fragen beschäftigten sich die Teilnehmenden am 2. EDREF-Projekttreffen in Wien.

Die Spannung auf das Kennenlernen unter den Partnern ist dabei mittlerweile einer freudigen Erwartung auf den intensiven beruflichen und persönlichen Austausch gewichen und so war dieses 2. Treffen von Beginn an gekennzeichnet von einer sehr produktiven und anregenden, ja freundschaftlichen Stimmung.

Vom 04. bis 06. April 2017 trafen sich insgesamt 14 Teilnehmende aus den 9 Partnereinrichtungen im Rahmen des EDREF-Projektes (EDucational work with REFugees – comparison of methods in Germany, Austria and Sweden). Die österreichischen Partner unter Federführung des Forum Katholischer Erwachsenenbildung (verlinkt auf www.forumkeb.at) hatten in das altehrwürdige Benediktushaus eingeladen (Auf Webseite verlinkt auf www.benediktushaus.at).

Inhaltlich stand das Treffen in Wien neben dem intensiven Kennenlernen der österreichischen Partnereinrichtungen unter dem Motto des Austausches über erfolgreiche pädagogische Konzepte und Methoden in der Arbeit mit Geflüchteten. Es ist eine Sache, diesen Austausch in der Theorie zu führen und eine andere, die pädagogische Arbeit in der Praxis zu erleben. Deshalb lernten die Teilnehmenden in einem Kurz-Studienzirkel erste Sätze auf Schwedisch und tauschten sich in Kleingruppen über Erziehungsthemen aus. So gelang es den beteiligten Partnern, viele Gemeinsamkeiten in der Arbeitsweise sowie aber auch feine Unterschiede in der konkreten Durchführung zu entdecken. Hatte in München das Treffen mit einer 80jährigen ehrenamtlichen Begleiterin von Geflüchteten den emotionalen Höhepunkt dargestellt, so war dies in Wien wohl für alle Beteiligten der Besuch von Esmat, Sassan und Baschar. Diese ermöglichten den Teilnehmenden einen Einblick in ihre Geschichte von der Flucht bis zum heutigen Leben in Wien. Außerdem lieferten sie interessante Denkanstöße für die Arbeit in Erwachsenenbildungseinrichtungen.

In den nächsten Monaten werden die Partner gemeinsam versuchen, aufgrund ihrer jeweiligen besonders erfolgreichen Erwachsenenbildungsformate einige Aspekte für Beispiele guter Praxis zu formulieren. Abschließend sollen dann weitere Mitgliedseinrichtungen der drei beteiligten Dachorganisationen eingeladen werden, erfolgreiche Konzepte und Methoden auf der Projektwebseite (verlinkt auf www.edref.eu) zu veröffentlichen um so gute Arbeit miteinander zu teilen.

Die einjährige Strategische Lernpartnerschaft (2016-1-DE02-KA204-003262; Laufzeit vom 01.10.2016 bis 30.09.2017) wird koordiniert von der Katholischen Erwachsenenbildung Deutschland e.V. (KEB Deutschland) und finanziert durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union. Von deutscher Seite ist neben der KEB Deutschland und dem Münchner Bildungswerk noch die KEB Rheinland-Pfalz als Projektpartner beteiligt.


Gruppenfoto

© Katholisches Bildungswerk München: Gruppenfoto während des Projekttreffens

 

Erfolgreicher Austausch geht in den Endspurt:

3. EU-Projekttreffen zur pädagogischen Arbeit mit Geflüchteten

„Das Bistum Stockholm erstreckt sich über ganz Schweden.“ und „In Schweden werden Weiterbildungseinrichtungen systembedingt vom Staat unterstützt.“ – dieses waren nur zwei wichtige Erkenntnisse im Rahmen des 3. Und somit letzten EDREF-Treffens. Dieses fand vom 12.bis 14.06.2017 im mittsommerlichen Stockholm statt.

Schon im Vorfeld des Treffens wurde im regen E-Mail-Verkehr die große Vorfreude der Teilnehmenden auf das Stockholm-Treffen deutlich, auch oder gerade weil dies ein Ausbrechen aus den beruflichen Routinen bedeutet. Zumal wir das Glück hatten, uns in Schweden zu treffen, einem Land, in dem Fika, also der Kaffeepause, eine wichtige soziale und kommunikative Bedeutung zukommt...

Die schwedischen Projektpartner standen dieses Mal im Mittelpunkt und so lernten wir am ersten Tag in den Räumen der Folkuniversitet die Studienorganisationen Studieförbunden und Folkuniversitetet etwas näher kennen. Nach einem wundervollen Spaziergang durch die Stockholmer Altstadt wurden wir in den Räumen der Caritas von George Joseph und Antonius Almalah empfangen. George, bei der Caritas zuständig für Migrations- und Geflüchtetenfragen, präsentierte uns seinen spannenden Arbeitsbereich. Antonius, Entwicklungsleiter für Katholische Bildung und Kultur bei Bilda, berichtete von der Zusammenarbeit zwischen Bilda und der Diözese Stockholm – schnell wurde deutlich, dass es viele gemeinsame Fragestellungen gibt, auch wenn kirchliches Arbeiten in Schweden unter anderen Voraussetzungen stattfindet als in Deutschland oder Österreich. Beim gemeinsamen Abendessen direkt am Stor Torget ließen wir den Abend ausklingen.

Auch dieses Mal hatten wir das Glück, konkrete Angebote näher kennenzulernen. So erfuhren wir mehr über das von Bilda sehr erfolgreich durchgeführte Projekt “Kulturkompis – make friends through culture”. Sofort wurden erste Überlegungen angestellt, ob und inwieweit sich dieses auch auf Deutschland und Österreich übertragen lässt.

Einen ganz anderen Zugang bekamen die Projektteilnehmenden bei Magnus’ und Mouddars’ Präsentation eines weiteren Angebots vermittelt, denn das “Manager express program” von Ledarna richtet sich an gut ausgebildete Personen mit Fluchtgeschichte und hat das Ziel, diese in Form eines Intensivprogramms durch Schulungen und Netzwerkbildung für den schwedischen Arbeitsmarkt ‘fit zu machen’.

Sehr spannend wurde es auch am letzten Tag, als wir versuchten, uns auf Schlüsselbegriffe zu einigen, die für uns notwendig sind um als Beispiel guter Praxis in der pädagogischen Arbeit mit Geflüchteten zu gelten – und wir haben es tatsächlich geschafft!

Ein wesentlicher Aspekt dieses letzten Treffens war auch die Frage nach dem Mehrwert: Was hat uns als einzelnen Projektbeteiligten und unseren Einrichtungen dieses Projekt gebracht und welche Auswirkungen erwarten wir? Gibt es schon konkrete Ideen zur Nutzung dieses neuen Wissens? Ja, es gibt diese Ideen bereits und wir werden Sie gerne auf dem Laufenden halten.

Ziel des Projektes war es ja auch andere Einrichtungen zu bewegen ihre tollen Angebote mit anderen zu teilen. Dazu haben die Projektbeteiligten einen Fragebogen entwickelt, in dem Sie, liebe Kollegen und Kolleginnen, Ihr Angebot vorstellen und bewerben können.

Wir wünschen uns, dass möglichst viele unserer Mitgliedseinrichtungen das Angebot zur Selbstdarstellung nutzen und so viele interessante Angebote weiterverbreitet und weiterentwickelt werden! Nähere Informationen zum Projekt und zur Beteiligungsmöglichkeit finden Sie auf unserer Webseite unter www.edref.eu.

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